SEO ist keine Raketenwissenschaft: Sichtbarkeit leicht gemacht

24. Jun. 2021 | Allgemein, DDV Media Aktuell, Digital, Digital

Google ist der Dreh- und Angelpunkt, um neue Kunden über das Internet zu gewinnen. Dieser Beitrag beschreibt wichtige Fakten rund um Suchmaschinenoptimierung – und wesentliche Punkte, die das Google Ranking beeinflussen.

Um das Thema Suchmaschinen-Optimierung, kurz SEO, ranken sich viele Mythen. Die sogenannten „Ranking-Faktoren“ sind ein gut gehütetes Geheimnis, denn der Algorithmus lernt durch künstliche Intelligenz und Machine Learning und entwickelt sich so selbstständig weiter.

Viele verschiedene Parameter beeinflussen die Ergebnislisten von Suchanfragen. Einige davon haben über die letzten Jahre und mit jedem Google-Update an Bedeutung gewonnen, beispielsweise die Nutzerintention, die Nutzererfahrung und neben der Content-Qualität auch die Kontextualisierung von Inhalten. Die Zeiten von Keyword-plakatierten Webseiten gehören längst der Vergangenheit an. Stattdessen stehen die Besucher im Fokus: Nur wenn Google-Nutzer auf der angeklickten Webseite finden, was sie suchen, sind sie zufrieden. Das merkt auch Google und diese Nutzerzufriedenheit wird mit einem guten Ranking der Webseite belohnt.

 

Wichtige Ranking-Faktoren im Überblick

Beachtet man ein paar kleine Spielregeln, steigt die Nutzerzufriedenheit der Seitenbesucher und damit auch die Sichtbarkeit der eigenen Webseite im Suchmaschinen-Ranking. Wir erklären die wesentlichen Punkte für eine gute Seitenoptimierung:

Technik & Struktur:

  • Google besitzt die Möglichkeit, die Struktur einer Webseite zu erkennen. Die Suchmaschine zeigt lieber Seiten an, deren Struktur sie lückenlos nachvollziehen kann. Relevant ist vor allem die Seitenarchitektur: Diese sollte gut strukturiert sein. Nutzer und Google sollten möglichst intuitiv den Aufbau verstehen. Nicht vergessen werden sollten grundlegende Kontaktinformationen und Hinweise zu den AGBs und Datenschutz, um die eigene Seriosität zu untermauern. Eine Sitemap erleichtert das Indexieren der Seite und die Einbindung eines SSL Zertifikats für sichere Datenübertragung. Immer wichtiger werden außerdem die Ladezeiten der einzelnen Seiten und die Optimierung der Inhalte für mobile Geräte.

 Multimedia:

  • Bilder, Videos und andere Multimedia-Inhalte lockern die Textstruktur auf und beeinflussen das Nutzererlebnis positiv. Reine Textelemente lassen die Webseite nicht besonders attraktiv erscheinen und werden unter Umständen schlechtere Positionen im Ranking erhalten als andere Seiten, die deutlich attraktiver gestaltet sind.

Content-Qualität:

  • Für die Bewertung der Content-Qualität spielen, neben naheliegenden Faktoren wie Rechtschreibung und Grammatik, auch die Nutzerintention, Text-Struktur und Links auf autoritäre und vertrauenswürdige Seiten eine Rolle. Wichtig ist außerdem auf eine seriöse Quellenauswahl zu achten und eine zur Zielgruppe und dem Content-Typ passende Sprache zu wählen.

Content-Aktualität:

  • Eine regelmäßige Aktualisierung und Erweiterung der Webseiten-Inhalte und die Erstellung von neuen Inhalten spielen ebenfalls eine große Rolle. Vor allem bei Trend-Themen lohnt es sich, auf regelmäßige Updates zu achten.

Duplicate Content:

  • Identische oder leicht modifizierte Webseiten-Inhalte werden von Google abgestraft, daher sollte man besser auf Copy-Paste verzichten und Quellen sauber zitieren und ausweisen.

Content-Länge:

  • Zu Googles „Qualitäts-Prinzip“ zählt auch eine optimale Textlänge. Ausführlichere Beiträge mit längeren Texten signalisieren Google eine inhaltliche Tiefe und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, die Suchintention der Nutzer zu befriedigen. Dennoch gilt: Der Nutzer und seine Interessen stehen im Fokus. Der Leser erwartet Antworten auf seine Fragen. Die Zeiten, als Texte noch für Suchmaschinen geschrieben wurden, gehören längst der Vergangenheit an – ein künstliches Aufblähen von Texten ohne echten Mehrwert ist daher nicht zu empfehlen.

Interne Verlinkungen:

  • Interne Verlinkungen halten den Nutzer länger auf der Seite, helfen Google aber auch, die Struktur der Seite zu verstehen. Dabei können „sprechende Links“, also das Verlinken ganzer Wortgruppen, unterstützen. Wichtig ist außerdem, Call-To-Actions, wie beispielsweise „weiterlesen“, gezielt einzusetzen.
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Keywords:

Durch das Festlegen eines Haupt-Keywords kann Google die Webseite einem Thema zuordnen. Das Haupt-Keyword sollte sich in verschiedenen Elementen wiederfinden, zum Beispiel:

  • im Text, allerdings nur, wo es wirklich inhaltlich passt, am besten innerhalb der ersten 150 Wörter fett formatiert
  • am Anfang der Meta-Description
  • im Title Tag, auch am Anfang, wenn möglich
  • in Überschriften, vor allem in der H1
  • innerhalb der URL
  • in den Alt-Texten der Bilder

Nutzererfahrung:

  • Die sogenannte „User Experience“ beeinflusst das Google-Ranking stark. Sind die Click-Through-Rates (Verhältnis der Klicks zu den Impressionen) hoch, geht Google davon aus, dass viele Nutzer genau nach dem angezeigten Ergebnis gesucht haben. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Bounce Rate: Sie gibt an, wie viele Besucher die Webseite verlassen, ohne eine weitere Unterseite zu besuchen. Längeres Verweilen (Verweildauer) signalisiert außerdem Interesse und die Bestätigung der Suchintention. Darüber hinaus sind wiederkehrende Besucher (Repeat Traffic/Returning Visitors) ein Zeichen für Zufriedenheit und Qualität der Webseite. Im Hinterkopf behalten sollte man außerdem das „Pogo-Sticking“: Google passt Positionen in den ersten Suchergebnissen an, wenn der Nutzer mit den ersten Ergebnissen nicht zufrieden ist. Auch die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken wirken sich positiv auf die Google-Position aus. Sogenannte „Social Signals“ in Form von Shares, Kommentare oder anderen Interaktionen, stehen für Nutzerzufriedenheit oder Nutzerinteresse.

Brand Ranking:

  • Suchanfragen in Kombination mit einer Marke, aber auch die Aktualität und Seriosität sowie Interaktionen mit der Marke in sozialen Netzwerken, wirken sich ebenfalls auf das Ranking aus. Das gilt auch für Erwähnungen in den Schlagzeilen von Online-Medien.

Backlinks:

  • Mit Backlinks sind Verlinkungen von anderen Seiten auf die eigenen Inhalte gemeint. Grundlegend sind Domains mit höherer Autorität (Seiten mit hoher Bekanntheit und/oder von hoher Qualität) zu bevorzugen. Eine höhere Anzahl an Backlinks kann sich positiv auf die Positionierung in der Suchmaschine auswirken, sofern die Verweise von seriösen Seiten stammen. Ein natürlich-gewachsenes Backlink-Profil unterstreicht die Qualität der Seite und spricht gegen bezahlte SEO-Artikel, die nicht immer einen Mehrwert für den Nutzer bieten. Kaputte Links (404) sollten nach Möglichkeit vermieden oder schnellstmöglich behoben werden. Sie sind äußerst unbeliebt bei Nutzern und damit auch bei Google.

Popups & Ads:

  • Bezahlte Anzeigen sollten nicht den größten Teil des Seiten-Contents ausmachen und sich nach Möglichkeit nativ in das Content-Umfeld einfügen. Vor allem störende Ad-Formate und Pop-Ups strahlen niedrige Qualität aus.

Nutzerkonto:

  • Ist der Nutzer mit seinem Google-Konto angemeldet wird seine Suche an sein bisheriges Suchverhalten angepasst.

Browserverlauf & Lesezeichen

  • Auch der Such- und Browserverlauf eines Nutzers und die Markierung einzelner Seiten mit einem Lesezeichen wirken sich auf die angezeigten Ergebnisse aus.

Lokale Suche:

  • Gewisse Suchanfragen verlangen nach lokalen Ergebnissen. „Bäcker in meiner Nähe“ wird also vorrangig Bäcker in der Nähe des Nutzers anzeigen und nicht den Bäcker in Deutschland mit dem besten Internetauftritt. „Local SEO“ lautet das Stichwort, die lokale Optimierung der Suchergebnisse erzeugt schnelle, sichtbare Erfolge.

 

Suchintention: die wertvollste Google-Währung

Mit den ersten größeren Google-Updates wollte man vor allem verhindern, dass Schwachstellen im Algorithmus ausgenutzt werden und Suchergebnisse von minderer Qualität und Relevanz die Nutzer frustrieren. An diesem Weg hält Google bis heute fest: Mit dem immer intelligenteren Algorithmus versucht die Suchmaschine die Suchintention möglichst gut zu verstehen. Zahlreiche Faktoren entscheiden darüber, ob eine bestimmte Seite unter den Top Platzierungen gelistet wird und die bestmöglichen Antworten für die Suchenden bereithält. Für die Praxis bedeutet das: Die Optimierung des Nutzererlebnis hat oberste Priorität. Die Perspektive der Nutzer ist die entscheidende und nicht die eigene.

Sie haben den ersten Teil der SEO-Serie verpasst? Erfahren Sie im ersten Teil, warum SEO längst mehr als nur Suchmaschinen-Optimierung ist und welche Algorithmus-Meilensteine Google in den letzten Jahren gelegt hat.

Haben Sie Fragen zur Webseitenoptimierung oder interessieren Sie sich allgemein für strategische Konzepte rund um Suchmaschinenoptimierung? Wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung. Schreiben Sie eine E-Mail an unsere Expertin für digitale Vermarktung und Strategie Lisa Weidner. Wir überlegen gern gemeinsam, wie wir kreative Lösungen für Ihre Fragestellungen entwickeln können.

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