Wir für 100.000

Keine gedruckte Sächsische Zeitung mehr ab 2030?

Was dann?

Mit der Einstellung der gedruckten Sächsischen Zeitung und der Umstellung auf einen rein digital publizierten Nachrichtenjournalismus steht zu befürchten, einen erheblichen Teil der Abonnenten nicht für das „neue“ Medium begeistern zu können. Auch wenn Nutzer dann, wie heute, die Wahl aus einem Abonnement für Plus-Inhalte auf Sächsische.de oder einer Kombination mit dem E-Paper haben werden, werden viele Leser die Transformation ablehnen.

Die Verantwortlichen haben im Herbst 2023 die Kampagne „Wir für 100.000“ im Unternehmen kommuniziert. Gemeint ist damit die Zielsetzung, bis 2030 eine Summe von 100.000 digitale Abonnements auf Sächsische.de und für das E-Paper zu generieren6 .

Berücksichtigt man, dass die digitale Abo-Modelle mit etwa 160 € pro Jahr für Sächsische.de bzw. rund 325 € pro Jahr für das E-Paper deutlich günstiger sind als das Abonnement für die gedruckte Tageszeitung (520 € pro Jahr), ergeben sich deutlich verringerte Erlöse in der Prognose für 20307.

Abb. 9) Erlöse und Kosten der Sächsischen Zeitung nach Umstellung auf 100% digitalen Vertrieb 2030

Abb. 9) Erlöse und Kosten der Sächsischen Zeitung nach Umstellung auf 100% digitalen Vertrieb 2030

Die Verbleibende Lücke von 10 Mio. € muss durch die Vermarktung der digitalen Formate und ihrer großen Reichweiten geschlossen werden. Hieraus entsteht eine große Verantwortung, die allen Mitarbeitern in der Vermarktungsagentur DDV Media zukommt.