Werbewirkungsmodell von Kroeber-Riel

Ganz ähnlich wie Batra & Ray dachte Kroeber-Riel. Er setzte Involvement der Rezipient*innen (hoch oder niedrig) und Art der Werbung (informativ, emotional oder gemischt) in seinem Modell zu 6 möglichen Wirkungspfaden zusammen.

Konsument*innen mit hohem Involvement:

1. Informative Werbung hat einen starken Effekt. Fakten werden wahrgenommen und gespeichert.
2. Emotionale Werbung lässt erinnern. Es besteht aber das Risiko, dass durch die intensive Auseinandersetzung Widersprüche aufgedeckt werden und ein negativer Effekt entsteht.
3. Gemischte Werbung führt zu komplexen rationalen und emotionalen Vorgängen, die schwer vorherzusagen sind.

Konsument*innen mit niedrigem Involvement:

4. Informative Werbung hat höchstens bei häufiger Wiederholung einen Effekt. Bestenfalls wird sich an Marke und einzelne Fakten erinnert.
5. Emotionale Werbung braucht keine hohe Aufmerksamkeit, sondern kann auch flüchtig wahrgenommen werden. Sie löst unterbewusste, vor allem emotionale Vorgänge aus, die zur Kaufentscheidung führen.
6. Die Wirkung von gemischter Werbung auf wenig aufmerksame Konsument*innen ist schwer abzuschätzen. Die Werbebotschaft kann zwar erinnert werden, doch womöglich bleiben nur nebensächliche Fakten hängen.