Störfaktoren minimieren

Kommen wir nun zu einem eher negativ konnotierten Grundsatz der Kommunikation: Es liegt nicht alles in unserer Hand. Auch wenn Sie und Ihr Kunde im Vorfeld noch so gründlich analysieren und planen, auch wenn die perfekten Kanäle gewählt sind und Redakteur:innen und Designer:innen bei der Umsetzung alles gegeben haben, können immer Störfaktoren auftreten, die wir nicht absehen und noch weniger kontrollieren können.

Ein konkretes Beispiel: Ihr Kunde veröffentlicht eine Native Ad auf Sächsische.de für eine Veranstaltung anlässlich seines Firmenjubiläums. Er plant ein Familienfest mit Verkaufsberatung, Gewinnspielen und auch für das leibliche Wohl der Besucher soll gesorgt sein. Gleichzeitig schaltet aber sein unmittelbarer Wettbewerber ebenfalls eine Radiowerbung in einem regionalen Sender und bewirbt seine große Rabattaktion mit 20% Saisonware wegen eines Sortimentswechsels. Ganz gewiss würde es in diesem Szenario zu Verwechslungen der Werbeinhalte der beiden Marktteilnehmer kommen.

Ein anderes Beispiel: Als in Dresden im Stadtteil Löbtau im Mai 2018 eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden wurde, mussten tausende Anwohner und Gewerbe evakuiert werden. Die Entschärfung dauerte mehrere Tage. Ein wahrer Krimi, der von der Redaktion von Sächsische.de erstmals mit Live-Tickern zum Geschehen begleitet wurde. Diese tolle journalistische Arbeit brachte uns über wenige Tage eine deutliche Steigerung der Besuchszahlen und der Verweildauer auf dem Newsportal, was sich auch auf die Ergebnisse von Native- und Display Ads positiv auswirkte. Diese Strategie der Berichterstattung in regelmäßigen Updates wird seitdem übrigens von der Onlineredaktion bei allen größeren Nachrichtenlagen erfolgreich praktiziert und trägt zum wachsenden Marktanteil von Sächsische.de bei.

Sie sehen also, Störfaktoren können sich positiv wie negativ auf die Werbeerfolge auswirken. Und wir können es schlicht nicht beeinflussen.
Wir sollten es aber immer im Hinterkopf behalten und im konkreten Fall reagieren und Störfaktoren minimieren, wenn sie auftreten. Die sofortige Handlungsfähigkeit in der Onlinewelt verschafft uns hier Möglichkeiten, die wir traditionell aus Print nicht kennen, die wir aber in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden unbedingt nutzen sollten.