Bilder auswählen

Bilder spielen eine entscheidende Rolle in Werbekampagnen, da sie visuelle Anziehungskraft besitzen und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich ziehen können. Sie haben die Fähigkeit, Emotionen zu wecken und eine Verbindung zum Betrachter herzustellen, was dazu beiträgt, die Botschaft der Werbung zu verstärken. Darüber hinaus können Bilder komplexe Ideen oder Konzepte auf einfache und leicht verständliche Weise kommunizieren. Sie sind auch wichtig für die Markenbildung, da sie dazu beitragen, die visuelle Identität einer Marke zu gestalten und das Markenimage zu stärken. Bilder präsentieren Produkte oder Dienstleistungen anschaulich und können die Zielgruppe gezielt ansprechen, indem sie deren Interessen, Vorlieben und Bedürfnisse widerspiegeln. Die Auswahl geeigneter Bilder stellt also, neben der Texterstellung, die Hauptaufgabe bei der Gestaltung einer gelungenen Kampagne dar.

Welche Grundsätze gelten bei der Bildauswahl?

  1. Aufmerksamkeit erregen: Das Bild sollte sofort die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich ziehen und sie dazu bringen, näher hinzusehen.
  2. Relevanz: Das Bild sollte zum beworbenen Produkt oder zur Dienstleistung passen und die Kernbotschaft der Werbekampagne unterstützen.
  3. Emotionale Wirkung: Ein gutes Bild sollte Emotionen wecken und eine Verbindung zum Betrachter herstellen. Es sollte positive Gefühle wie Freude, Glück oder Begeisterung auslösen, um das Interesse an der beworbenen Marke oder dem Produkt zu steigern.
  4. Einprägsamkeit: Das Bild sollte leicht merkbar sein und im Gedächtnis bleiben. Einprägsame Bilder können dazu beitragen, die Werbebotschaft langfristig zu verankern und die Markenbekanntheit zu steigern.
  5. Klarheit und Qualität: Das Bild sollte klar und deutlich sein und eine hohe Bildqualität aufweisen. Unschärfe, Pixelfehler oder schlechte Belichtung können die Wirkung des Bildes beeinträchtigen und die Glaubwürdigkeit der Werbekampagne mindern.
  6. Originalität und Kreativität: Gute Werbebilder zeichnen sich durch Originalität und Kreativität aus. Sie sollten neue Perspektiven bieten oder ungewöhnliche Elemente enthalten, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen und sie zu überraschen.
  7. Zielgruppenorientierung: Das Bild sollte auf die Interessen, Vorlieben und Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten sein. Bilder, die sich mit den Lebensstilen oder Werten der Zielgruppe identifizieren lassen, sind oft wirkungsvoller.
  8. Einbindung in das Gesamtkonzept: Das Bild sollte Teil eines kohärenten Gesamtkonzepts der Werbekampagne sein und sich nahtlos in andere Werbematerialien wie Texte, Farben und Grafiken einfügen.

Welche Motive bieten sich an?

  • Menschen in Aktion und Interaktion
  • Portraits / Teamfotos
  • hochwertige Produktfotos
  • Eventfotos

Welche Qualitätsanforderungen gelten? 

So sollten Bilder nicht aussehen:

Unzureichende Auflösung

Neben den Pixelmaßen gibt es verschiedene Auflösungen. Im Printbereich sollte die Auflösung mindestens 300dpi betragen. Im Onlinebereich wird eine Auflösung von mindestens 72dpi empfohlen, am Besten nutzt man hier das Mittelmaß 150dpi und die angeforderten Pixelmaße.

Mangelnde oder zu intensive Sättigung

Bilder, die in schlechtem Licht aufgenommen werden, können trüb und  wenig ansprechend wirken. Deshalb sollte man immer eine Farbkorrektur vornehmen.

Falscher Weißabgleich

Oft reicht es schon einen Weißabgleich vor der Aufnahme, mit der Kamera oder nachträglich in einem Bearbeitungsprogramm vorzunehmen, damit die Farben natürlich und ausgeglichen wirken.

Verzerrte Farbabstimmung

Manchmal haben Fotos einen Farbstich, der durch künstliches Licht oder falsche Kameraeinstellungen entstehen kann. Dieser kann in einem Bearbeitungsprogramm korrigiert werden.

Zu hohe oder zu niedrige Kontraste

Ähnlich wie bei der fehlenden Sättigung können Bilder flach und uninteressant wirken, wenn sie zu wenig Kontrast haben. Dies kann korrigiert werden, indem Tiefen und Lichter definiert werden und somit mehr Raum im Bild entsteht.

Verschenkter Bildraum

Die Objekte oder Personen von Interesse sollten immer im Vordergrund stehen. Vor allem in kleinen Bildern wie Teasern. Unschärfe und verdeckte Szenen können auch geheimnisvoll wirken und mit Absicht eingesetzt werden. Das sollte aber zum Kontext passen.

Unpassende Bildanschnitte

Personen oder Objekte, die im Mittelpunkt stehen, sollten nicht merkwürdig angeschnitten sein. Vor allem auf Gesichter und Körperteile ist zu achten. Oft kann man Menschen nicht ganz abbilden, dann kann man sich an den Einstellungsgrößen im Film orientieren.

Fehlende Bildtiefe

Durch Bildtiefen können Objekte oder Personen im Raum dargestellt werden. Durch Unschärfen im Hintergrund oder im Vordergrund werden die Subjekte dann in Szene gesetzt. Fehlen diesen, fehlt dem Bild der Kontext.

Im Vergleich hier das optimiere Beispiel-Bild

Hohe Auflösung, korrekte Einstellungen von Sättigung, Weißabgleich, Kontrast und Farbigkeit sorgen für ein klares und brillantes Bild. Eine gelungene Bildkomposition in Bezug auf Bildtiefe und Anschnitte erzeugt eine gute Dynamik und lenkt den Fokus des Betrachters auf die handelnde Person und den Kontext.

Besonderheiten

  • Text in Bildern: Auf Bildern kann Text platziert werden. Man muss darauf achten, dass der Text lesbar ist und die Bildinhalte
    nicht unnötig überdeckt werden. 20%-Regel für Social Media: Es wird empfohlen, für Onlineanwendungen nicht mehr als 20% Text auf Image Ads zu setzen, da diese sonst nicht gut ausgespielt werden. Am besten arbeitet die Ad mit einem Bild komplett ohne Text.
  • Logoplatzierung: Logos, die auf Bildern platziert werden, sollten sekundär gewichtet werden, damit sie von der Wirkung des Bildes nicht ablenken. Sie sollten in schwarz /weiß oder in kleiner Ausführung gewählt werden.
  • Grafiken: Grafiken sind gute Alternativen zu Fotografien. Sie können aus Schrift, Illustration und einfachen Formen bestehen. Durch Farben und Formen kann man das gestalterische Konzept der Firma wiedergeben, auch ohne das Logo platzieren zu müssen.
  • Wassermarke und Copyright: Manchmal ist es notwendig, Bilder und Fotos mit Wassermarken vor dem ungewollten Kopieren zu schützen. Diese Markierungen können dezent sein. Sie sollten so platziert sein, dass sie mit Fotoprogrammen nicht leicht zu entfernen
    sind. Es kann auch sein, dass man ein frei lizensiertes Bild nutzt, aber ein Copyright-Hinweis nötig ist. Hierbei nicht nur die Plattform angeben, sondern auch den Namen oder Tag des Creators.

Dateiformate

Im Onlinebereich können verschiedene Dateiformate genutzt werden. JPEG-Bilder sind vollflächige Bilder, wohingegen bei PNG– und PDF Dateien auch Transparenzen dargestellt werden können. SVG Dateien können für vektorbasierte Grafiken genutzt werden. Für eine möglichst geringe Datenmenge empfehlen wir JPEG oder PNG Dateien zu nutzen, denn große Datenmengen erfordern oft zu lange Ladezeiten. Ein Bild sollte weniger als 1MB haben, um optimal zu laufen.

Vektor & Pixelbild: Grafiken (wie Logos oder Illustrationen) können als Pixel oder als Vektorgrafik erstellt werden. Der Unterschied liegt darin, dass Vektorgrafiken beliebig vergrößert verden können und aus einzelnen Vektorpunkten bestehen. Das Arbeiten mit Vektoren ist leider nicht immer möglich. Fotos sind hingegen immer pixelbasierte Bilder.

Nutzung von Stockbildern

Ab und an braucht man Symbolbilder, da nicht immer Fotografien angefertigt werden können. Stockbilder sollten sich vom Stil her in die übrige Galerie einfügen und nicht direkt als „gekauft“ erkennbar sein. Daher sollte man darauf achten, dass die Bilder der Bildsprache entsprechen und gegebenenfalls Farbkorrekturen vornehmen. Stockbilder können oft unnatürlich und steril wirken. Auf einige Dinge sollte man bei der Motivwahl achten:

Diese Bilder wirken zu gestellt, unrealistisch und übertrieben. Sie sind zu generisch, heben sich nicht ab und haben keine klare Aussage.

So macht man es Besser:

  • Personen im organischen Umfeld, die miteinander agieren, aber nicht übertrieben wirken
  • Hochwertige Fotografien, die den Inhalt genau wiedergeben und auf die im Teaser Bezug genommen werden kann
  • Bilder, die die Artikelstimmung begleiten und der Leser-Erwartung entsprechen.
  • Bilder, die zu anderen Bildern im Content passen